Was ist ein gutes Logo? Achten Sie auf diese 7 Punkte

Ein starkes Logo kann Ihr Unternehmen gut in Szene setzen. Doch wie muss ein gutes Logo aussehen? Und wie gehen Sie dabei vor?

Ob prähistorische Höhlenmalereien, Keilschrift, mythologische Figuren auf griechischen Töpferwaren, Straßenschilder oder die Piktogramme auf Ihrem Smartphone… Der Mensch hat schon immer das Bedürfnis gehabt, sich durch Symbole auszudrücken. Das ist gar nicht so verwunderlich, denn ein einfaches Bild kann manchmal mehr sagen als hundert Worte.

Natürlich bringt ein gutes Logo allein die Kasse nicht zum Klingeln, aber es kann das Image Ihres Unternehmens stärken. Sie vermittelt den Kunden einen unmittelbaren Eindruck von Ihrem Unternehmen und sorgt für Markenbewusstsein und Wiedererkennung.

Umgekehrt kann ein schlechtes Logo potenzielle Kunden abschrecken. Wenn Sie sich zum Beispiel als Anwaltskanzlei für ein verspieltes Logo mit einer frivolen Schriftart und fröhlichen Farben entscheiden, laufen Sie Gefahr, dass der Verbraucher Ihr Unternehmen nicht ernst nimmt.

Wichtiger erster Eindruck

Das Internet-Zeitalter hat die Bedeutung des Logos erhöht. "Wer Ihre Website besucht, entscheidet innerhalb weniger Sekunden, ob er ein gutes Gefühl bei Ihrem Unternehmen hat und Ihnen vertraut", sagt Peter Vogels, Experte für Marketing. "Wenn der erste Eindruck negativ ist, ist der potenzielle Kunde schnell weg."

Laut Vogels ist ein starkes Logo für KMU noch wichtiger als für größere Unternehmen. "Sie haben keine großen Marketingbudgets, sondern müssen sich auf ihr Logo verlassen. Die Gestaltung eines guten Logos verdient also Aufmerksamkeit. Doch worauf müssen Sie achten?

  1. Das Logo soll zu Ihrem Unternehmen passen
    Wenn Sie "Gartenbauunternehmen" und "Logo" googeln, werden Sie kein einziges Logo sehen, das nicht grün ist. Das ist logisch: Ein Logo muss zu Ihrem Unternehmen passen. "Ein gutes Logo sorgt dafür, dass auch jemand, der Ihr Unternehmen nicht kennt, sofort sieht, was das Unternehmen macht, wenn er das Logo an der Fassade sieht", sagt Vogels.

Neben der Form sind auch die Farbe und die Schriftart wichtig, denn jede bringt eine eigene Atmosphäre und Ausstrahlung mit sich, meint Vogels. "Wenn Sie eine Coaching-Praxis haben, dann sind Wärme und menschlicher Kontakt das A und O. Dies muss sich im Logo widerspiegeln, zum Beispiel durch die Wahl von warmen Tönen und mehr Rundungen in der Schrift. Ich würde harte Winkel und spitze Punkte vermeiden.

Für eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hingegen bevorzugt Vogels Grau- und Blautöne. "Das weckt Vertrauen."

Vogels hat einen kleinen Vogel in das Logo seiner eigenen Firma integriert. Dies wurde gut durchdacht. "Es bezieht sich nicht nur auf meinen Nachnamen, sondern auch darauf, dass ich gerne mit beiden Beinen auf dem Boden stehe und ansprechbar bin.

Wenn wir von ThoKa ein Logo entwerfen sollen, führen wir immer ausführliche Gespräche mit den Kunden, damit wir uns ein gutes Bild von der Firma und ihrer Geschichte machen können.

ThoKa
  1. …und was Sie sein wollen
    Ein Logo kann auch das Image Ihres Unternehmens anpassen, schlägt Vogels vor. "Ein Einzelunternehmer, der das Erscheinungsbild eines renommierten Verwaltungsbüros haben möchte, wählt am besten graue und blaue und serifenbetonte Schriften. Wenn Sie aber ein großes Verwaltungsbüro sind und persönlich und kleinteilig wirken wollen, dann würde ich die Serifen weglassen und mich für warme Farben und ein Foto des Inhabers entscheiden."

Damit das Logo glaubwürdig ist, darf es natürlich nicht zu sehr von der Identität des Unternehmens abweichen. McDonald's hat vor neun Jahren die Hintergrundfarbe seiner europäischen Filialen von Rot auf Grün geändert, um ein nachhaltigeres und natürlicheres Image zu schaffen. Vogels fragt sich allerdings, ob das funktioniert. "Nicht so bei mir. Das Logo muss gut zum Unternehmen passen."

  1. Ein Logo steht nicht allein
    Ein Logo ist nie ein Einzelstück, sondern Teil einer Corporate Identity, betont Vogels. "Alles muss stimmen und zusammenpassen: die Farben, das Layout, die Atmosphäre und der Einsatz von Bildern."

Ein gutes Beispiel, findet er, ist KPN, das konsequent die Farbe Grün in allen seinen Ausdrücken verwendet. "Diese Farbe hat einen hohen Wiedererkennungswert. Es setzt sich zum Beispiel auch auf Fotos in Anzeigen und auf der Website fort." Auch die Schriftart von Philips ist erkennbar. "Wenn da ein Tippfehler drin wäre, würde es niemandem auffallen."

  1. Machen Sie Ihr Logo flexibel
    Ein Logo wird oft auf verschiedene Weise verwendet: Visitenkarten, die Website, Briefpapier, Werbegeschenke und soziale Medien. Berücksichtigen Sie dies bei der Wahl der Form, Farbe und Schriftart.

Vogels rät daher, ein Logo möglichst kompakt gestalten zu lassen, damit es überall eingesetzt werden kann. "Es ist zum Beispiel schön, wenn das Logo in das quadratische Symbol auf der Facebook-Seite Ihres Unternehmens passt."

  1. …und zeitlos
    Das Logo alle zwei Jahre zu ändern, ist nicht nur kostspielig, sondern geht auch zu Lasten der Wiedererkennbarkeit Ihres Unternehmens. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Logo zeitlos ist, rät Vogels.

Das vielleicht zeitloseste Logo ist das von Stella Artois; laut dem amerikanischen Time Magazine das älteste Logo der Welt. Das berühmte Horn stammt aus dem Jahr 1366 und bezieht sich auf die Gasthausbrauerei Den Hoorn, die sich damals in der Stadt Leuven befand.

  1. Besser, etwas Gutes anzuschauen, aber nicht zu stehlen
    Für ein gutes Design können Sie sich auch von großen Unternehmen inspirieren lassen. Eines der ikonischsten Logos ist das gelbe M von McDonalds vor einem - ursprünglich - roten Hintergrund. Der Einsatz von Farbe ist eine bewusste Entscheidung. Gelb steht für Schnelligkeit, Freude und Dynamik, während Rot ein warmes Gefühl und Appetit hervorruft. Außerdem sind beide Farben schon aus großer Entfernung sichtbar und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.

Die gleichen Farben finden sich auch in der Shell-Schale wieder. Dieses Bild erinnert an die Ursprünge des Unternehmens: eine Handelsgesellschaft, die mit japanischen Zierschalen handelte. Das erste Logo war eine Muschelschale, aber nach ein paar Jahren änderte sich dies in die bekannte Jakobsmuschel.

Die gelben und roten Farben entstanden, als der Konzern seine erste Tankstelle in Kalifornien baute und weithin sichtbar sein wollte. Rot und Gelb sind auch die Farben der spanischen Flagge, ein Verweis auf die starken Verbindungen Kaliforniens mit Spanien.

Und was ist mit dem Playboy-Häschen? Dieses Logo hat sich verselbständigt. Selbst wenn der Name weggelassen wird, weiß die Öffentlichkeit sofort, um welche Marke es sich handelt.
Dieses Logo wurde von Art Paul entworfen, der kürzlich verstorben ist. Er sagte einmal, dass ein Kaninchen wegen seiner humorvollen sexuellen Assoziation gewählt wurde: schließlich weiß jeder, wofür Kaninchen bekannt sind. Es musste auch unverwechselbar sein, weil andere Männermagazine einen Mann als Symbol verwendeten.

  1. …dann selbst erfunden
    Sie müssen nicht unbedingt zu einem Profi gehen, um ein Logo zu entwerfen. Es gibt Websites, auf denen Sie eines für nur zwei Zehner herstellen können. Sie wählen eine Farbe und eine Schriftart und wählen aus einer Reihe von Designs. Sie können auch mit einigen Layout-Programmen selbst ein Logo zusammenschustern.

Denken Sie daran, dass es sich nicht um ein persönliches und einzigartiges Design handelt und dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass das Logo nicht zum Unternehmen passt. "Manchmal ist es deutlich zu sehen, dass das Logo von einem Laien entworfen wurde. Dem Logo fehlt es an Ausgewogenheit, und es wurde eine Nicht-Business-Schriftart wie Comic Sans gewählt", sagt Vogels. Das kann Sie unprofessionell wirken lassen. Das ist genau das, was Sie als Unternehmer nicht wollen.

Autor des Beitrags

Heribert Wegener

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